Gesamtschule in Einbeck? CDU informiert über Konsequenzen
Northeim. Die Erziehungsberechtigten der Grundschulkinder der Kommunen Northeim, Einbeck, Bad Gandersheim, Dassel, Katlenburg-Lindau, Kalefeld und Kreiensen werden in den nächsten Tagen zur Gründung einer Gesamtschule in Einbeck befragt.
Der CDU-Kreisverband Northeim möchte gemeinsam mit der Kreistagsfraktion der CDU auf die kurz- und langfristigen Konsequenzen einer Gesamtschulgründung in Einbeck hinweisen:
Grundsätzlich ist eine Gesamtschule eine Schule, die ihren Schülerinnen und Schülern alle Abschlüsse ermöglicht. Dazu gehört neben dem Haupt- und Realschulabschluss auch das Abitur. Alle erfolgreichen niedersächsischen Gesamtschulen aus Göttingen, Braunschweig oder Hildesheim ermöglichen diese Abschlüsse. Langfristig wird es daher auch das Ziel einer Einbecker Gesamtschule sein, eine gymnasiale Oberstufe zu erhalten. Aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen wird spätestens dann aber nur eine qualitativ hochwertige Oberstufe in Einbeck möglich sein. Es muss also zwangsläufig zu einem existentiellen Konflikt mit dem Gymnasium Goetheschule kommen. Aber auch das Roswitha-Gymnasium in Bad Gandersheim und die Paul-Gerhard-Schule in Dassel werden von dieser Entwicklung dann betroffen sein.
Die Alternative einer Gesamtschule ohne gymnasiale Oberstufe wird den Wünschen der Erziehungsberechtigten nicht gerecht, da ihre Kinder zum Abitur die Schule wechseln müssen, welches in der Regel nicht ohne Schwierigkeiten abläuft.
Kurzfristig sind zudem natürlich verschiedene Haupt- und Realschulen der Umgebung in ihrer Existenz bedroht, was aber bereits mehrfach thematisiert worden ist.
Zugespitzt muss man für die anstehende Entscheidung in Einbeck festhalten, dass es mindestens langfristig darum geht, eine Einheitsschule für alle zu gründen oder das begabungsrechte differenzierende Schulwesen aufrecht zu erhalten. |