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15.08.2010, 20:14 Uhr | Mit freundlicher Genehmigung der HNA (fsd) Übersicht | Drucken
Schließung ist kein Thema
Geschäftsführer Gründel erwartet für Uslarer Krankenhaus ausgeglichenes Zahlenwerk

Für das Krankenhaus Uslar werden für dieses Jahr schwarze Zahlen erwartet. Das sieht der Wirtschaftsplan vor, berichtete Geschäftsführer Wilfred Gründel beim Besuch des neuen niedersächsischen CDU-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Björn Thümler.

Björn Thümler (Schneider, dpa)
 

Den fortdauernden Schließungsgerüchten trat Gründel in einer Gesprächsrunde nach dem Besichtigungstermin vehement entgegen: Eine Schließung sei kein Thema. Vielmehr habe sich das länderübergreifende Konzept als Gesundheitszentrum Solling-Oberweser (GSO) mit dem Klinik- und Rehazentrum Lippoldsberg bewährt.

Für dieses Jahr sieht die Planung eine schwarze Null vor, sagte Gründel, für die Jahre 2011 und 2012 „sehen wir die Zeit deutlich besser“. Der Geschäftsführer fügte aber hinzu, dass für das Krankenhaus immer noch eine große Kraftanstrengung erforderlich sei. Gründel: „Wir sind noch nicht über den Berg.“

Er erinnerte an die schweren Zeiten nach dem Zusammenschluss mit Lippoldsberg, denn das Haus habe mit 1,5 Millionen Euro weniger Erlösen auskommen müssen, zudem einen großen Sanierungsstau zu beseitigen.

Die meisten der Mitarbeiter in Uslar hätten scharfe Einschnitte hinnehmen müssen und ihren Anteil beigetragen, indem sie für drei Jahre bis 2011 auf ihr Weihnachtsgeld verzichteten. 85 Prozent der Betroffenen hätten zugestimmt. Die restlichen 15 Prozent, die nicht auf ihr Weihnachtsgeld verzichten wollten, müssten nach den drei Jahren mit betriebsbedingten Kündigungen rechnen, sagte Gründel auf Nachfrage.

Der Geschäftsführer erinnerte zudem daran, dass er für das Uslarer Haus dringend Geld für die Sanierung der Bausubstanz benötige. Die letzte Einzelförderung habe es 1989 gegeben, sagte Gründel. Der neue CDU-Fraktionschef Thümler erklärte dazu, dass das Land für den Krankenhaus-Bau für die Jahre 2010 bis 2015 insgesamt 360 Millionen Euro bereitstellen werde. Und für das Uslarer Haus stehe seine Tür offen, sagte Thümler.

Der Landespolitiker aus der Wesermarsch fügte hinzu, dass Niedersachsen die grenzübergreifende Einrichtung nach wie vor befürworte. Sie sei zudem wichtig im Zusammenhang mit dem Hausärzte-Problem auf dem Land: Ein Krankenhaus diene der Attraktivität des Standorts und fördere den Austausch unter Ärzten.

Zusammenschluss seit 2006

Das Uslarer Krankenhaus ist seit 2006 als Teil des Gesundheitszentrums Solling-Oberweser (GSO) eine hundertprozentige Tochter des Klinik- und Rehazentrums Lippoldsberg mit derzeit insgesamt 430 bis 450 Mitarbeitern. Das Uslarer Haus hat eine Planbettenzahl von 44 mit den zwei Stationen Innere Medizin und Chirurgie. Dazu gehört auch ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) unter anderem mit Orthopädie, Neurologie und Urologie.


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